Interessantes zu Pot Odds
Beim Artikel, den sie nun lesen handelt es sich um den siebenten der aktuellen Reihe von Artikeln auf unserem Blog und zugleich um einen der wichtigsten, den wir hier jemals veröffentlicht haben zu Pot Odds. Es geht natürlich um die Spielart des faszinierenden Kartenspiels Poker, die seit Jahrzehnten die Welt vom live pokern in Atem hält und jung wie alt, Profi wie Laie und Glücksspielfreund wie -Gegner gleichermaßen begeistert, um das Texas Hold em. Beim Texas Hold’em handelt es sich nämlich entgegen der weitläufigen Meinung nicht um ein Glücksspiel! Glücksspiele sind durch verschiedene Faktoren definiert, einer davon ist, dass ein Glücksspiel immer eine negative Gewinnerwartung hat. Das ist logisch, denn warum sollte sich ein Casino ein Spiel in das eigene Haus holen, mit dem es kein Geld verdient? Außerdem spielt man Glücksspiele nie gegen andere Spieler sondern immer gegen das Haus, also die Spielbank. Diese beiden Fälle treffen auf das Poker nicht zu, denn erstens können sie mit Poker langfristig und viel Geld verdienen, wie dutzende Spieler weltweit bereits gezeigt haben, wahrscheinlich sind es sogar eher tausende. Darüber hinaus spielen sie Texas Hold’em immer gegen andere Spieler, nicht gegen das Casino. Natürlich gehört Glück beim Poker auch zu einem kleinen Teil dazu aber das ist überall so, sogar bei Spielen, bei denen niemand wirklich an Glück denkt, dem Fußball zum Beispiel. Es ist nunmal Glück, wenn kurz nachdem Elfmeter ein Windstoß den Ball einen Zentimeter weiter Richtung Tor drückt als wenn er nicht geweht hätte und der Ball nur deswegen genau so vom Pfosten abprallt, dass er noch ins Tor geht. Das ist nur eines von vielen Beispielen. Genauso verhält es sich aber beim Poker: Es gibt gewisse Momente, in denen ein Glücksfaktor mitspielt, langfristig gibt es jedoch nur ein Spiel entscheidendes Kriterium: die Fertigkeiten jedes einzelnen Spielers am Tisch. Um eine dieser grundlegenden Fertigkeiten geht es im heutigen Artikel und jeder Pokerspieler der Welt, der etwas auf sich hält, sollte wissen, was es damit auf sich hat. Heute geht es um Pot Odds.
Pot Odds sind nicht weniger als die mathematische Grundlage für ihr gesamtes Pokerspiel. Pot Odds kommen in jeder Situation zum tragen in der sie sich fragen, ob sie eine Bet des Gegners nach Pot Odds noch callen können oder nicht. Dabei ist das Prinzip ganz einfach: sie setzen den Betrag, den sie callen müssen ins Verhältnis zu dem Betrag, den sie gewinnen können wenn sie callen und vergleichen diesen Pot Odds Verhältniswert mit der Wahrscheinlichkeit, dass sie die Hand gewinnen. Immer dann, wenn die reale Wahrscheinlichkeit, die Hand zu gewinnen als Pot Odds Prozentzahl den Wert übersteigt, den sie vom Verhältnis zwischen zu callendem Betrag und Betrag im Pot erhalten, können sie den Call nach Pot Odds und Mathematik profitabel machen. Nehmen wir ein mal als Pot Odds Beispiel an, sie haben am Flop nichts getroffen. Genauer gesagt haben sie kein Paar getroffen, denn sie halten sechs und sieben, beides in Karo, am Flop liegt aber vier, fünf, König, zwei Karo und ein Pik. Sie haben jetzt nichts, kein Paar, keine Straße, nichts. Ihr Gegner setzt jetzt in den zehn Dollar Pot fünf Dollar. Diese Bet sollten sie nach Pot Odds Regeln sofort callen, obwohl sie hier nicht haben. Und wieso das? Sie haben einen open ended straight draw und einen Flush draw und damit eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, eine Monsterhand auf Turn oder River zu machen und er setzt nur die Hälfte des Pottes, sie kriegen also ein verhältnis von eins zu drei (fünf dollar die sie callen müssen für zehn dollar plus die fünf Dollar der Bet ihres Gegners die im pot sind), das entspricht einer Pot Odds Prozentzahl von fünfundzwanzig Prozent. Mit den fünfzehn Pot Odds Outs ihres Draw haben sie aber ganze dreißig Prozent! Halten sie sich also auch beim online Poker immer gut an die regeln der pot odds!
Category : Poker Grundlagen